Der Deutsche Filmball

Jedes Jahr lädt die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO) im Januar zum Deutschen Filmball in München. Die festliche Gala ist für die Branche der erste glamouröse Termin im Kalender. Im Bayerischen Hof feiern über 1000 Persönlichkeiten aus Film, Medien, Politik und Gesellschaft bis in die frühen Morgenstunden.Der Deutsche Filmball rollt den Roten Teppich aus für Etablierte und new faces, für Stars und Macher. Ihre Ankunft sorgt für ein Medienereignis: strahlende Schönheiten im Blitzlichtgewitter und launige Interviews am Rande – die Vorfreude ist überall zu spüren.Der festlich geschmückte Saal des Bayrischen Hofes dient als idealer Ort für eine rauschende Ballnacht. Die schwarzen Smokings der Herren dienen als stilvoller Kontrast zu den atemberaubenden und in Farben erstrahlenden Abendkleidern der Damen. An den Tischen herrscht Hochstimmung: Man trifft sich wieder oder lernt sich kennen, man plaudert oder schmiedet Pläne – kaum eine Branche kann Fleiß und Freude besser miteinander verbinden als der Film!Der Run auf die begehrten Tickets zeigt, dass der Deutsche Filmball erfolgreich Tradition und Trends verbindet. Im Jahr 2013 wurde das 40-jährige Jubiläum gefeiert – erst mit hochklassigen Speisen und Champagner beim Gala-Dinner, dann traditionell mit Weißwürsten um Mitternacht. Die braucht es zur zweiten Stärkung, denn bis in die Morgenstunden wird zu Live-Musik getanzt.Veranstaltet wird die Gala von der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), seit 1974 in München.Spendenerlöse kommen der Deutschen Filmkünstler-Nothilfe zugute. Damit wahrt die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e. V. (SPIO) eine Tradition, die bis in die 50er Jahre zurückreicht. Die Reinerlöse der bereits damals von der SPIO betreuten Filmbälle sind dem Unterstützungsfonds der Deutschen Filmkünstlernothilfe zugutegekommen.Die Gründung der Deutschen Filmkünstlernothilfe geht auf das Jahr 1949 zurück. Damals wurde der erste internationale Filmball nach dem Kriege in Frankfurt / Main veranstaltet. Der Reinerlös sollte bedürftigen Filmschaffenden zufließen. Der Gewinn war höher als erwartet. So entstand die Idee, diese Mittel als Grundstein für eine Stiftung zu verwenden.Auf Initiative von Filmwirtschaftlern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurde am 30. März 1950 die Deutsche Filmkünstlernothilfe in Frankfurt / Main ins Leben gerufen. Weitere Informatonen

Unsere Geschichte

Zunächst einmal ist da dieses unwiderstehliche Leuchten. Das kannte schon Thomas Mann, der den Münchner Himmel mit blauer Seide verglich und der Kunst in dieser Stadt ein rosenumwundenes Zepter verlieh. München leuchtet, seit jeher schon, 365 Tage im Jahr. An einem Abend im Januar strahlt München aber besonders hell: Der Deutsche Filmball ist das funkelnde Highlight im Gesellschaftskalender einer Stadt, der es an funkelnden Highlights nun wahrlich nicht mangelt. Die sanft illuminierte Fassade des Bayerischen Hofs weist den Weg, die Gäste kommen aus ganz Deutschland angereist. Manche sogar aus Hollywood oder den anderen Filmmetropolen dieser Welt. Doch bevor sie das Hotel durch die ewigglänzende Drehtür betreten, in der Mario Adorf in „Kir Royal“ ein paar Extrarunden drehte, drehen auch sie die eine oder andere Extrarunde. Auf dem roten Teppich, wohlgemerkt. Dort warten die Berichterstatter, Blogger und Bewunderer, hier blenden Scheinwerfer, blitzen Kameras, blinken Smartphones. Wer trägt was? Und was darunter? Nichts bleibt unentdeckt, nichts unbesprochen, die Netzgemeinde kommentiert unter #DeutscherFilmball oder @FilmballDE eifrig mit. Es herrscht eine große Ausgelassenheit, die einen fast vergessen lässt, wie hart die Menschen an diesem Abend arbeiten, vor und auf dem roten Teppich. Sie sind hier wegen der etablierten und der „New Stars“, des mitternächtlichen Weißwurstessens und der Roulette-Partien zur Unterstützung der Deutschen Filmkünstlernothilfe und natürlich, um ausgelassen zu feiern. Aber eben nicht nur: Der Deutsche Filmball ist auch der Auftakt des Filmjahres, und das bereits im fünften Jahrzehnt. Film ist heute mehr als nur Kino, das Fernsehen spielt eine wichtige Rolle, die neuen Webserien und Streaming-Angebote ebenfalls. Und so versammeln sich im Ballsaal Stars und Sternchen von der großen Leinwand oder vom kleinen Display, man trifft auf Filme- sowie Meinungsmacher, Politiker und PR-Profis. Erst diese einzigartige Mischung bringt diesen Ball zum Leuchten. Wo stellt Elyas M’Barek seine neue Freundin vor? Wann sonst tanzen bayerische Ministerpräsidenten Walzer? Und bei welcher Gelegenheit machen Christiane Paul und Moritz Bleibtreu oder Oliver Berben und seine Mutter Iris Selfies fürs private Fotoalbum? Sie haben sich für diesen ganz besonderen Abend fein gemacht, die Männer tragen Smoking, die Damen glitzernde Abendkleider. Oder auch einmal lässige Jumpsuits, wie Heike Makatsch. Ist ebenso ein Hingucker wie die hautengen Kreationen von Sophia Thomalla oder die klassisch eleganten Roben von Uschi Glas. Später werden die Fliegen gelockert und die High Heels ausgezogen, beim Tanzen stören sie sowieso nur. Die Band spielt „We are Family“ und „Happy“, damit bringt sie die Stimmung ziemlich genau auf den Punkt. Und spätestens wenn sich das mobile Glasdach über dem Ballsaal öffnet und die Gäste für ein paar Augenblicke in die klare Winternacht blinzeln können, weiß man: In München leuchten die Sterne nicht nur am Himmel.
Josef Grübl
Josef Grübl ist Autor und Redakteur und schreibt regelmäßig für die "Süddeutsche Zeitung"

Marie von Waldburg: Ein Rückblick auf viele turbulente Jahre Unvergessen sind die Bilder mit Romy Schneider, Curd Jürgens, Horst Wendlandt und der blutjungen Uschi Glas. Schwarz-weiß war damals die Szenerie, weil es noch keinen Farbdruck gab und daher von den Fotografen nur schwarz/weiß Material belichtet wurde. Aber der Spaß war nicht minder groß. Vielleicht sogar ein bisschen echter, ursprünglicher, ungebremster - schließlich hatte man damals das ganze Jahr über nicht so viele Feste wie heute und genoss den Filmball im Bayerischen Hof umso intensiver. Seit 25 Jahren kenne ich die Ehrentische von Bernd Eichinger (damals jüngster Filmemacher der Nation und erklärter Frauenschwarm) und Luggi Waldleitner, legendär großzügiger Produzent. Allen Versuchen, diesen Ball woanders zu veranstalten, hat er wehrhaft und tapfer getrotzt. Dieses ungewöhnliche und einmalige Fest zwischen Tradition und absoluter Zukunftsorientierung, in einer Branche wie der Filmindustrie, das gibt es nur in München - und hier gehört der Deutsche Filmball auch hin. Wo in der Welt lässt es sich um Mitternacht so zünftig Weisswurst essen wie hier, wo tanzt ein Ministerpräsident (Edmund Stoiber) so hingebungsvoll mit Stars wie Veronica Ferres, wo sieht man so viele schöne Frauen auf einmal? Oder Paradiesvögel wie Rudolph Moshammer selig. Und wie ein roter Faden war hier immer der Constantin Film-Tisch von Bernd Eichinger der Nabel der Welt: Wer erinnert sich nicht gern, wie Hannelore Elsner aus ihrem Stöckelschuh Champagner trank oder wie es zwischen Veronika Ferres und Helmut Dietl zum Eklat kam. Schnee von gestern - inzwischen sind sie beide glücklich mit anderen Partnern verheiratet. Wie in einem französischen Film über das tägliche Leben. Der Filmball - eine pralle Nacht voller Flirts, Leidenschaft, Klatschgeschichten, Filmnews und schöner Menschen - das ist heute noch genauso wie vor dreiunddreißig Jahren.

Marie von Waldburg ist Deutschlands wohl prominenteste Society-Reporterin und seit langen Jahren zu Gast auf dem Deutschen Filmball
Frau von Waldburg verfasst unter anderem ihre eigene Kolumne in der Illustrierten "BUNTE".

NEW STARS @ Deutscher Filmball

Eine Aktion initiiert von der SPIO in Kooperation mit BUNTE unterstützt von Claire Fisher, Audi, ARRI, Samsonite, Langnese und Aigner.

„Film braucht Nachwuchs“ - unter diesem Motto möchte die SPIO junge begabte Talente, die „NEW STARS“, anlässlich des jährlich stattfindenden Deutschen Filmballs vorstellen. Bei dieser festlichen Gala trifft sich die Elite der deutschen Filmwirtschaft - die beste Gelegenheit um Kontakte zu knüpfen, Gespräche zu führen, Aufmerksamkeit zu erlangen und somit vielleicht sogar den ersten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft und damit Etablierung in der deutschen Filmlandschaft zu ermöglichen.

Die Gewinner 2017 sind:  

BESTER NACHWUCHSSCHAUSPIELER Jannik Schümann („Jugend ohne Gott“)
BESTE NACHWUCHSSCHAUSPIELERIN Lea van Acken („Das Tagebuch der Anne Frank“)
BESTER DEBUTFILM / REGIE Theresa van Eltz („4 Könige“)

Unter dem Vorsitz von Alfred Holighaus (Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft SPIO e.V.) gehören Martin Bachmann (Geschäftsführer Sony Pictures Releasing GmbH), Oliver Fock (Präsidiums­mitglied SPIO Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e. V. und Geschäftsführer CineStar-Gruppe), Torsten Koch (Geschäftsführer Constantin Film Verleih und Geschäftsführer Marketing/Verleih Constantin Film AG), Georg Seitz (Ressortleiter Film, BUNTE) und Vincent de La Tour Geschäftsführer Twentieth Century Fox of Germany) zur namhaft besetzten Jury.

 

Deutsche Filmkünstlernothilfe

Der Spendenerlös des 44. Deutschen Filmballs 2017 kommt wiederum der mildtätigen Stiftung "Deutsche Filmkünstlernothilfe" zugute. Damit wahrt die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e. V. (SPIO) eine Tradition, die bis in die 50er Jahre zurückreicht. Die Reinerlöse der bereits damals von der SPIO betreuten Filmbälle sind dem Unterstützungsfonds der Deutschen Filmkünstlernothilfe zugute gekommen.
Die Gründung der Deutschen Filmkünstlernothilfe geht auf das Jahr 1949 zurück. Damals wurde der erste internationale Filmball nach dem Kriege in Frankfurt / Main veranstaltet. Der Reinerlös sollte bedürftigen Filmschaffenden zufließen. Der Gewinn war höher als erwartet. So entstand die Idee, diese Mittel als Grundstein für eine Stiftung zu verwenden.

Auf Initiative von Filmwirtschaftlern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurde am 30. März 1950 die Deutsche Filmkünstlernothilfe in Frankfurt / Main ins Leben gerufen. Sie wurde vom Hessischen Innenministerium und vom Finanzamt als mildtätige Stiftung anerkannt. Unterstützt werden arbeitsunfähig gewordene oder unverschuldet in Not geratene Filmschaffende. Der Kreis umfasst nicht nur Filmkünstler, sondern auch Bedürftige aus anderen Sparten der Filmwirtschaft, darunter eine Reihe älterer heimatvertriebener Filmtheaterbesitzer.

Der Unterstützungsfonds wird durch Spenden von Unternehmen und Persönlichkeiten der Filmwirtschaft gespeist. Vor allem aber fließt ein fester Bestandteil des Kartenerlöses des jährlich veranstalteten Deutschen Filmballs dem Fonds zu.

Filmballbüro

Filmballbüro im

Hotel Bayerischer Hof
Promenadeplatz 2 - 6
80333 München
Tel.: 089/ 21 20 - 38 25

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